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Auf dem Weg zu einer neuen Mobilität

AUTOR:
Knut Diers

VW-Nutzfahrzeuge, Continental und Forvia sind wichtige Akteure, weltweit eine neue Mobilität zu schaffen. Sie sind in der Region Hannover fest verankert, Continental sogar seit 1871. Vom Geschick der Unternehmen, ihrer Innovationskraft und letztlich ihrem erfolgreichen Geschäft hängen Zehntausende Arbeitsplätze ab.

Handwerker und Reiselustige eint etwas Ungewohntes – sie blicken gern auf die Internet-Seite von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Da lassen sich rasch neue Traummodelle konfigurieren. Da strahlen vom Bildschirm der mit null Emission produzierte neue elektrische ID.Buzz oder ID.Buzz Cargo. Da lassen sich Caravelle, Caddy und California bis zum Crafter mit ein paar Klicks bestellen. 1956 wurde im VWWerk Stöcken die Produktion gestartet, 1961 lief dort schon der einmillionste Transporter vom Band. Der legendäre T1, neben dem VW-Käfer der Verkaufsschlager des Konzerns, war weltweit als „ein Stück Hannover“ bekannt. Bis zum T7, dem aktuellen Transporter, wurde alles gebaut, seit 2019 auch das Cargo e-Bike. Das Lastenrad hat Pedelec-Antrieb. Das lässt schon erkennen, wo die Reise hingeht – mehr Elektroantrieb, nachhaltige Lieferketten, mehr grünen Strom im Werk und ständiges Ringen um Absatzmärkte. Rund neun Millionen VW-Transporter sind seit 1956 hier gebaut worden. Mehr als 100.000 Reisemobile vom Typ California wurden im Werk Limmer gefertigt, ein ganz eigener Verkaufsschlager.

Continental stellt sich völlig neu auf

Die Automobilwirtschaft der Region Hannover hat weitere Schwerpunkte. Es geht um die Fertigung von Reifen, Bremsen, Batterietechnik und Fahrinformationssysteme. Größter Zuliefer-Konzern mit neuer Zentrale am Messeschnellweg (Pferdeturm) in Hannover ist die Continental AG. Gerade 2022 wieder ist der Weltkonzern „Manufacturer of the Year“ bei der Reifenproduktion geworden. Seit 1869 setzt man dort auf Gummi (zunächst war es Naturkautschuk). Längst haben die Automotive Technologies Oberhand gewonnen. Es geht um Fahrassistenzsysteme und autonomes Fahren. Weltweit hat Continental etwa 240.000 Mitarbeiter an 540 Standorten in etwa 60 Ländern. Gelenkt wird alles von Hannover aus. 45 Mrd. Euro Umsatz im Jahr ist schon etwas. Bei der Wertschöpfung für die Region Hannover liegt Continental nach VW auf Platz zwei.

1871 wurde die „Conti“, wie Hannoveraner sagen, an der Vahrenwalder Straße als „Continental-Caoutchuc- u. Guttapercha-Compagnie AG“ gegründet. Ab 1876 gehörte Siegmund Seligmann der Geschäftsführung an und galt bald als einer der großen deutschen Wirtschaftsführer. Die Reifenfirma führte der versierte Kaufmann, 1853 in Verden/ Aller geboren, schon damals zu Weltrang. Seine großbürgerliche Villa, die er sich ab 1905 an der Hohenzollernstraße am Rand der Eilenriede im Stadtteil List bauen ließ, schenkte seine Familie 1931 der Stadt Hannover. Seit 2008 befindet sich darin das Europäische Zentrum für jüdische Musik. Die Villa Seligmann ist heute ein Anker jüdischen Lebens.

Die „Conti“ wächst weiter und muss sich immer neuen Herausforderungen stellen. Jüngstes Beispiel Klimawandel: Unter „Net/Zero/ Now“ hat das Unternehmen 2022 ein Klimaschutz-Sofortprogramm verabschiedet. Emissionsfreie Fahrzeuge von E-Autos über Busse mit Wasserstoffantrieb bis zu Straßenbahnen sind das Ziel. Doch es geht um mehr – den Kohlendioxid-Rucksack von Continental-Produkten zu beseitigen. Für jedes Produkt in der Lieferkette der Firma sollen rein rechnerisch nicht mehr Emissionen erzeugt werden, als durch Aufforstungen kompensiert werden können. Dazu arbeitet der Konzern weltweit mit Partnern zusammen, die Ökosysteme wieder herstellen können – und das zertifiziert nach internationalen Standards tun. Auch soziale Aspekte werden berücksichtigt. Bis 2040 will Continental klimaneutral werden, bis 2050 soll das über die gesamte Wertschöpfungskette gelingen. Das ist ehrgeizig, zeigt aber auch, was nötig ist, um international vorne mitzuspielen.

 

Tinyhouses und die neue Folienvielfalt

In diese Kategorie – ein cleveres, ökofreundliches Image aufzubauen – fallen auch die neuen Contihomes. Es sind 12,4 Meter lange Tiny-Houses, die sich auf einen Lastwagenanhänger verladen lassen. Diese kleinen, etwa 30 Quadratmeter kleinen Häuschen sind weltweit ein Trend. Bei Continental entwickelte sich das aus dem Bereich Folien der Oberflächensparte. Dabei geht es vornehmlich um die Inneneinrichtung von Autos wie Lenkräder, Sitzbezüge oder das Cockpit selbst. Doch nun nimmt sich Continental damit auch die Möbel- und Baubranche vor. Absatzmärkte können auch Kreuzfahrschiffe und Hoteleinrichtungen sein. Hier steht die Firma erst am Anfang. Insider bestätigen neue Produkte wie durchscheinende Folien für Leuchtschriften, 3-D-Folien oder welche, die keine Fingerabdrücke aufnehmen. Auch als Lautsprechermembrane werden Folien neuerdings verwendet.

 

Forvia sucht in Marienwerder andere Hightech-Firmen

Zurück zu den Autos. Da hat sich gerade Forvia Deutschland neu in Hannover-Marienwerder niedergelassen – im Wissenschaftspark. Der französische Autozulieferer Faurecia hatte im Februar 2022 den westfälischen Lichtspezialisten Hella übernommen. Seither firmiert das Unternehmen als Forvia. Die deutsche Zentrale war vorher in Stadthagen angesiedelt und sucht jetzt die Nähe zu anderen Hightech- Unternehmen in Marienwerder. Das Cockpit der Zukunft, neuartige Sitze, Türpaneele, Mittelkonsolen, Instrumententafeln und nachhaltige Mobilität (mit Wasserstoff) haben sich die Franzosen auf ihre Geschäftsfahnen geschrieben. Weltweit arbeiten 150.000 Mitarbeiter an 266 Standorten, in Deutschland liegen 20 davon. „Wir sind motiviert, Projekte und Programme lokaler Initiativen zu unterstützen und stellen unsere Kompetenzen sowie Ressourcen zur Verfügung“, heißt es in der Selbstbeschreibung. „Unternehmen müssen einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben“, zeigt sich der Konzern überzeugt. Er ist nun der siebtgrößte Automobilzulieferer weltweit.

Mit diesen drei Firmen spielt die Region Hannover weltweit ganz vorn, was die Ausrichtung von Mobilität bedeutet. Sie wird hier quasi entworfen. Die Stichworte lauten: Automatisiertes Fahren, Infotainment unterwegs, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Sicherheitstechnologien, Mobilitätsdienste, intelligente Transportsysteme, Vernetzung, Leichtbau und Innenraumdesign, Datensicherheit und Datenschutz. Jedes für sich ist ein riesiges Zukunftsthema. Sie alle zu beackern, verlangt Ausdauer, Geschick und Geschäftssinn. Wegen ihrer Größe und ihrer hohen Zahl an Arbeitsplätzen in der Region sind VW, Continental und Forvia wichtige Bausteine.

 

Von Gartenbau-Robotern und alten PET-Flaschen in neuen Reifen

Im Falle der Continental AG könnte man sagen: Die Zukunft wird am Pferdeturm entworfen, wo die neue Zentrale des Konzerns steht – auf der anderen Seite der Eilenriede, wo sich die Villa Seligmann befindet. Gerade wurde bekannt, dass das Weltunternehmen nun in die Serienproduktion von autonomen mobilen Robotern einsteigt. Zusammen mit einem niederländisch-belgischen Konzern werden Roboter für die Intralogistik im Gartenbau entwickelt. Die gleichförmige Arbeit in Gewächshäusern soll damit künftig den Robotern überlassen werden. Denkbar sind natürlich ähnliche Roboter in vielen anderen Logistikbereichen.

Was Reifen angeht, ist der Konzern im Juni 2022 der Konkurrenz ebenfalls gerade davon geeilt. Er teilte mit, dass alle Händler in Europa nun Continental-Reifen verkaufen können, die Polyester aus recycelten PET-Flaschen enthalten. Ohne chemische Zwischenschritte wird das Polyestergarn gebrauchter Flaschen gewonnen und in die Karkasse der Reifen eingebaut. Rund 40 Flaschen sind für einen Satz Standardreifen nötig. Continental betont, dass die Flaschen ausschließlich aus Regionen kommen, die keinen geschlossenen Recyclingkreislauf haben. Das Thema wird also global durchdacht. Die ContiRe.Tex-Technologie soll ein Meilenstein sein. Mögen viele weitere folgen.

Etwa 13.000 Mitarbeiter sind aktuell in Hannover im VW-Werk beschäftigt, der größte Arbeitgeber der Region. Die Stadtverwaltung kommt mit 11.000 zwar schon recht dicht heran, aber VW sichert immer noch einen großen Teil der Steuereinnahmen für die Kommune. 60 Prozent der Wertschöpfung in Hannover steuert der Konzern bei.

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