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Den Menschen im Blick – die sozialen Dienstleister

AUTOR:
Knut Diers

Was sich von der Pflege über neue Wohnformen für Ältere bis zur Jugendhilfe so tut, ist enorm. Die Region stellt in vielen Richtungen gerade die Weichen neu. Auch die Bereiche Migration und Inklusion sind von großer Dynamik geprägt.

 

Drei aktuelle Projekte

Drei Beispiele veranschaulichen, welche enormen Investitionen in der Region Hannover gerade im sozialen Bereich neue Weichen für die Versorgung der Menschen stellen. Da feierte das DIAKOVERE Henrike Mutter-Kind-Zentrum Auf der Bult gerade Richtfest. In der neuen Geburtsklinik ist künftig Platz für 70 Patientinnen und ihre Neugeborenen, und das alles in familiärer Atmosphäre. Die wenigen Meter zum Kinder- und Jugendkrankenhaus können bei Notfällen lebensrettend wirken. Ganzheitliche Versorgung, keine Trennung von Mutter und Kind sowie modernste Neugeborenenmedizin sprechen für sich. Dieses in Niedersachsen einmalige Projekt – hier sollen bis zu 4.500 Babys im Jahr zur Welt kommen – werde eine der modernsten Geburtskliniken bundesweit sein, unterstrich die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Daniela Behrens. Von den etwa 70 Mio. Euro Kosten tragen Land und Bund rund 80 Prozent. Die Schirmherrin Ekaterina Erbprinzessin von Hannover hat ihre drei Kinder alle Auf der Bult zur Welt gebracht, wie sie stolz schon bei der Grundsteinlegung berichtete.

Zweites Beispiel: Für die stationäre Versorgung im Süden und Südwesten Hannovers wird das Vinzenzkrankenhaus im Stadtteil Kirchrode erweitert und modernisiert. Auch hier werden 70 Mio. Euro investiert. Es entsteht ein zukunftsgerichtetes, adäquates Umfeld für Diagnostik und Therapie sowie Unterbringung der Patientinnen und Patienten, wie der Ärztliche Direktor Dr. Jens Albrecht betont. „Dies gilt für die zentrale Notaufnahme, Labor, Herzkatheterlabor, die Urologie und Gynäkologie sowie den Kreißsaal“, fügt Albrecht hinzu. Der sechsgeschossige Erweiterungsbau erhält Zweibett-Standard. Auch werden die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterschaft deutlich verbessert. Die haben schon jetzt einen einprägsamen Leitspruch: „Gehe nie ohne ein gutes Wort zu den Kranken.“ Das gemeinnützige Vinzenzkrankenhaus gehört zum Elisabeth Vinzenz Verbund, einer Gemeinschaft katholischer Krankenhäuser und weiterer Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen. Übrigens ist die Region Hannover Träger des Krankenhausverbundes Klinikum Region Hannover. Dazu gehören sieben Kliniken, die Geriatrie Langenhagen sowie die Psychiatrien Wunstorf und Langenhagen. 8.500 Mitarbeitende versorgen jährlich etwa 135.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie zusätzlich 160.000 ambulant.

Drittes Beispiel: An der Seelhorst im Stadtteil Mittelfeld ist ein nahezu barrierefreies Wohngebiet für rund 1.000 Menschen entstanden. Auf 4,5 Hektar wird generationenübergreifendes Zusammenleben praktiziert. Es gibt eigene Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung und für Ältere. Die Wohnungen sind zu mieten oder auch zu kaufen. Speziell konzipiert wurde für das Vitalquartier an der Seelhorst ein soziales Netzwerk – eine Plattform zum Verabreden und zum digitalen Austausch. Das Quartiersmanagement organisiert zudem je nach Anforderung Assistenz und Pflege sowie weitere Dienstleistungen. Veranstaltungen und Freizeitangebote gehören natürlich auch dazu. Direkt angebunden sind die Einrichtungen von DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen.

Gerade das Angebot des Vitalquartiers zeigt die Richtung, die betreutes Wohnen, Zusammenleben im Alter und kulturelles Erleben künftig nimmt. Es ist ein neuer Weg neben den gerade in der Region Hannover vielfältig vorhandenen Alten- und Pflegeheimen. Die werden weiterhin und in großer Zahl gebraucht. Der GDA Wohnstift Hannover-Kleefeld oder das Rosemarie-Nieschlag-Haus in Lehrte sind wie der Birkenhof in Kirchrode nur einige Beispiele dafür. Zu der Frage „Wo will ich leben?“ gesellt sich immer mehr eine weitere: „Wie will ich leben?“ Dazu wird die Zahl der möglichen Antworten in der Region Hannover ständig erhöht.

 

Dienstleistungen am Menschen

Wer nur einmal die Seiten der Diakonie Hannover-Land aufschlägt, findet vom Mehrgenerationenhaus über den Treffpunkt zur psychischen Gesundung in Laatzen oder den Umsonstladen für Babyausstattung die Jugendwerkstatt Burgdorf oder den Migrationsfachdienst ein breit aufgestelltes Angebot. Manchmal brauchen Menschen, die noch zu Hause gut leben können, nur einen Handwerkerservice oder „helfende Hände“. Das alles lässt die Diakonie einem zukommen. Geflüchtete haben einen hohen Bedarf an Beratung und Hilfe. Gerade das erlebt eine große Nachfrage. Es geht um Aufenthaltsrecht, sozialrechtliche Fragen oder Rückkehr- und Weiterwanderungsabsichten. Vernetzte Hilfe oder auch Koordination von Ehrenamtlichen stehen da auf der Tagesordnung.

Ähnlich aktiv ist die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e. V. Das reicht vom Frauenhaus Burgdorf über „gemeinsam verreisen“ für Seniorinnen und Senioren bis zu Kindertagesstätten und Jugendtreffs. Migrationsberatung und Sprachkurse sind auch bei der AWO nachgefragt. Selbsthilfe für Angehörige von Demenzkranken sind ebenso im Angebot, wie Laptop- und Computerkurse für Ältere – diese sind fast immer ausgebucht. Das Deutsche Rote Kreuz Region Hannover e. V. ist eine weitere Säule in den sozialen Dienstleistungen. Vielen sind nur die Erste Hilfe und die Rettungsdienste bekannt. Doch es sind die sozialen Hilfen für Geflüchtete, die Angebote für Obdach- und Wohnungslose, die allgemeine Sozialberatung, der Secondhand-Laden im Roderbruch oder die Lebensmittelausgabe in Mittelfeld, die die gesamte Bandbreite des DRK vor Augen führen. Auch der Suchdienst und die Familienzusammenführung haben seit dem Krieg in der Ukraine wieder an Bedeutung hinzugewonnen. Auch bei der Pflege und Betreuung ist das DRK in Stadt und Region Hannover sehr breit aufgestellt. Von Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Tagespflege und ambulant betreuten Wohngemeinschaften geht es bis zum Palliativ- und Hospizdienst. Von Pflegeeinrichtungen über Kindertagesstätten bis zu Jugendzentren und Wohnungen für Jung und Alt sind die Johanniter, Landesverband Niedersachsen/Bremen, ebenfalls aktiv. Ob Wohncafé am Klagesmarkt oder Betreutes Wohnen im Gilde Carré – überall stehen die Menschen mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt.

 

Die Region berät, wenn Pflege organisiert werden muss

Bei den Senioren- und Pflegestützpunkten der Region Hannover, die neben der Landeshauptstadt in Unteres Leinetal, Nord, Burgdorfer Land und Calenberger Land aufgeteilt sind, geht es um Hilfe im Alltag. Hier soll ein Pflegegrad beantragt werden, dort die Badewanne durch eine bodengleiche Dusche mit Klappsitz ersetzt werden. Schon ein Gespräch mit der Fachberatung hilft, die Not zu linden. Der Fachbereich Soziales der Region Hannover beschäftigt mehr als 300 Mitarbeitende in acht Teams. Diese befassen sich von Bildungs- und Teilhabeleistungen über Betreuung bis zur Steuerung der Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Ambulante Pflegedienste, in fast jedem Ort vorhanden, sind die treuen Dienstleister für hilfebedürftige Ältere. Rund 200 dieser Einrichtungen sind in der Stadt und dem Umland aktiv. Sie versorgen mehr als 15.000 Menschen – und das fast täglich. Bundesweit sind sogar mehr als 15.000 ambulante Pflegedienste, die älteren und hilfebedürftigen Menschen ihre Dienste anbieten. Etwa 80 Prozent der Menschen mit erheblichem Pflegeaufwand werden zu Hause versorgt. Die Leistungen aus der Pflegeversicherung richten sich nach Höhe und Umfang nach der Einstufung des Bedürftigen in die jeweilige Pflegestufe. Gartenund Haustierpflege gehören jedoch nicht dazu. Die Aufwendungen örtlicher und überörtlicher Träger zur Pflege sind von 67,4 Mio. Euro im Jahr in der Region Hannover im Jahr 2017 innerhalb von zwei Jahren rasant auf 76,9 Mio. Euro gestiegen (2019). Diese Zahlen weist der Vierte Pflegebericht 2021 der Region Hannover aus. Und die Zahl der pflegebedürftigen Personen nimmt stetig zu. Dabei ist das Personal knapp, und nur ein Drittel der Beschäftigen in der ambulanten Pflege arbeitet Vollzeit. 20 Prozent sind geringfügig beschäftigt, 46 Prozent in Teilzeit. 17 Pflegefachschulen gibt es in der Region Hannover, 14 davon in der Stadt.

 

Über allem steht die Inklusion

Auch die Kirchen sind in der Region Hannover aktiv, was die sozialen Kompetenzen angeht. Sie kümmern sich in vielfältiger Weise um alle Altersgruppen. Gerade für die Jugendhilfe engagieren sich viele Einrichtungen wie etwa der Birkenhof in Hannover. Bethel im Norden ist eine weithin anerkannte Einrichtung der Jugendhilfe. Über all dem Tun und der sozialen Vielfalt steht ein Begriff, der alle Lebensbereiche umfasst: die Inklusion. Egal, woher jemand kommt, welche Sprache er oder sie spricht oder ob jemand ein körperlich oder geistiges Handicap hat – jeder Mensch soll überall dabei sein können. Das umfasst die Bereiche Lernen, Wohnen, Arbeiten und Freizeit gleichermaßen.

Gemeinsam verschieden sein – wie das zu organisieren ist und wie sich die Grundvoraussetzungen im Umgang mit den vielen verschiedenen Menschen lernen lassen, dazu hat die Stadt Hannover die Beratungsstelle Inklusion eingerichtet. Seminarangebote, Info-Elternabende, fallbezogene Beratung zur pädagogischen Umsetzung oder Konzeptvorschläge für Einrichtungen lauten die Stichworte. Auch der übrige Fachbereich Jugend und Familie ist dabei genauso aktiv wie die entsprechenden Einrichtungen der vielen Umlandgemeinden.

Mit mehr als 75.000 Beschäftigen und mehr als 3000 Unternehmen ist allein schon die Gesundheitswirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. 20 Krankenhäuser und die wachsende Zahl der Pflegedienste zeigen die Richtung an. Insgesamt machen die sozialen Dienstleister rund 15 Prozent Anteil aller Beschäftigen in der Region Hannover aus. Die Gründung des Netzwerks DHCH (Digital Health City Hannover) unterstreicht das Potenzial auch der Gesundheitsvorsorge im digitalen Bereich. Patientenorientierte Spitzenforschung trifft auf wirtschaftliche Praxis. Was besticht und herausfordert, ist das enorme Wachstum im Bereich sozialer Dienstleistungen. Hinzu kommen die vielen sozialen Einrichtungen der Städte und Kommunen im sozialen Bereich. Es werden überall viele Stellen neu geschaffen (werden müssen), und es wird ganz neuer Anstrengungen bedürfen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Information

Der Vierte Pflegebericht von 2021 zeigt die Prognose: Die erwerbsfähige Bevölkerung (18-64 Jahre) in der Region Hannover wird 2029 gegenüber 2019 lediglich um ein Prozent gewachsen sein, von 720.165 auf 727.602 Menschen.

Die Zahl der Pflegebedürftigen aber wird in den zehn Jahren vermutlich um 21 Prozent steigen, von 59.215 auf 74.402 Personen.

Das gesamte Pflegepersonal in der Region umfasste 2019 genau 20.305 Mitarbeitende. 25 Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter informieren bei Aktionstagen und in Schulprojekten junge Menschen über die Arbeit in der Pflege.

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