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Für alle Fälle – wie sich Versicherungen zukunftsfit machen

AUTOR:
Knut Diers

Das persönliche Kundengespräch steht immer noch im Vordergrund für Versicherungen. Doch hat die Branche mit einigen großen Playern in der Region Hannover sich erstaunlich gewandelt. Themen wie Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Datensicherheit oder klimafreundliche Anlagen bestimmen die Zukunft der Branche entscheidend mit.

Mit rund 25.000 Beschäftigten macht die Versicherungsbranche rund fünf Prozent der Gesamtbeschäftigten in der Region Hannover aus. Es ist nicht allein die Menge, es ist die weltweite Bedeutung der Firmen, die dabei zählt. Einer der „global player“ ist der in Hannover ansässige Talanx-Konzern. Zu der drittgrößten deutschen und einer der großen europäischen Versicherungsgruppen gehören unter anderem die Marken Hannover Rück SE und HDI. Letzterer war von 2013 bis Mitte 2022 auch Namensgeber der Arena des Fußballvereins Hannover 96. Der HDI (Haftpflichtverband der Deutschen Industrie) von 1903 hat seit 1919 seine Zentrale in Hannover, eine Traditionsfirma also. Die Hannover Rück SE, 1966 gegründet, ist mit einem Prämienvolumen von mehr als 28 Mrd. Euro der drittgrößte Rückversicherer der Welt.

VHV, VGH und Concordia sind weitere Pfeiler

Ihre Zentrale haben auch die Vereinigte Hannoversche Versicherung (VHV), die Versicherungsgruppe Hannover (VGH), die Concordia Versicherungsgruppe, die Mecklenburgische Versicherungsgruppe und die Wertgarantie Technische Versicherung in Hannover. Das bedeutet: In der Region Hannover konzentriert sich geballtes Wissen in dieser Branche. Und genau das wird aktuell genutzt, um den riesigen Herausforderungen der Branche effektiv zu begegnen. Einige der wichtigsten Elemente dazu heißen: Vertriebswege, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Cyber-Sicherheit und Reform der Altersvorsorge. Der Blick in die Vorstandsetagen der hier ansässigen Versicherungen lohnt sich, um ein Bild von der Entwicklung zu bekommen. Der Reihe nach.

 

Für den Abschluss einer Versicherung ist und bleibt Vertrauen das entscheidende Kriterium.

Auf die Frage, über welche Wege Kundinnen und Kunden Versicherungen bevorzugt abschließen wollen, antworteten 39,5 Prozent: „Über einen Versicherungsvermittler des Vertrauens.“ Mit 36,1 Prozent fielen die meisten Antworten auf „Die Webseite eines Versicherers“, gefolgt von „Direkt beim Versicherer“ über Telefon, E-Mail oder Chat mit 29,2 Prozent Zustimmung (Studie von PwC Deutschland und der Versicherungsforen Leipzig, 2021). Digitale Unterschriften, WhatsApp-Chat, Kundenportal und Videotelefonie sind Dinge, die aus Sicht der Kundschaft auch nach der Pandemie beibehalten werden sollen, zeigt die Umfrage eindeutig.

 

Was Künstliche Intelligenz alles schon macht

Kundenservice mit Chatbots, über Apps und online sind bereits maximal ausgebaut worden. Spannend ist, dass zunehmend Künstliche Intelligenz in der Versicherungswirtschaft eingesetzt wird. Von der schnellen Hilfe im Schadensfall über 24/7-Servicefunktionen bis hin zu besseren, innovativen Versicherungsangeboten eröffnen sich damit neue Perspektiven. Es werden eindeutig weniger Beschäftigte in diesen Bereichen gebraucht. Künstliche Intelligenz hilft auch bei der Schadentaxierung und -abwicklung, bei Betrugserkennung und Beratung. So wird beispielsweise beim neuen Telematik-Tarif von Tesla im US-Staat Texas den Fahrern in Echtzeit auf den Bildschirm gespiegelt, welche Versicherungsprämie an ihren augenblicklichen Fahrstil geknüpft ist. Wer umsichtig fährt, kann angeblich bis zu 60 Prozent einsparen. Die SV Sparkassenversicherung ermöglicht es ihren Kunden bereits, kleinere Schäden selbst zu regulieren. Unterstützend zur Seite steht ihnen dabei eine Künstliche Intelligenz.

Die Vereinigte Hannoversche Versicherung (VHV) und die Versicherungsgruppe Hannover (VGH) haben wie alle anderen in der Branche längst erkannt: Datenverfügbarkeit wird zunehmend ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Wer mehr Daten in besserer Qualität besitzt, kennt sein Geschäftsfeld besser. Mit Data Analytics können aus großen Datenmengen passgenaue Leistungen und Produkte entwickelt werden. Denn die Kundschaft ist höchst divers, was Vorstellungen und Bedürfnisse angeht. Dem privaten Auto-Kunden ist im Schadenfall eine schnelle Abwicklung wichtig. In der Bauwirtschaft spielen zum Beispiel Bürgschaften eine wichtige Rolle. Als Bauspezialversicherer hat die VHV hier mit dem Bürgschaftsportal Trustlog gemeinsam mit der R+V eine digitale Lösung geschaffen. Andererseits bietet die VHV auf ihrer Internetseite eine voll automatisierte Risikoprüfung bei der Beantragung einer Risikolebensversicherung an. Am Ende des Prozesses wird im Idealfall dem Kunden sofort eine Police zugeschickt.

Es zeigt sich: Prozessoptimierung und Veränderungen müssen in der Unternehmenskultur verankert und gelebt werden. Der Schlüssel dazu ist, die Digitalisierung dem strategischen Ziel der Fokussierung auf Kunden und Vertriebspartner zu verpflichten. Wenn die Digitalisierung richtig geplant und umgesetzt wird, sichert sie die Zukunft der Unternehmen, schafft Arbeitsplätze und macht ein Unternehmen stark für den Wettbewerb. Besonders viel investiert die Branche naturgemäß in die Sicherheit der Daten und deren Verfügbarkeit. Und in neue Versicherungsangebote, denn auch Verbraucher wollen sich gegen Datenverlust ausreichend versichern.

 

Was sich bei der Altersvorsorge ändert

Der Vertrieb von Versicherungs- und Altersvorsorgeprodukten über Bank- und Sparkassenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter wird zunehmen. Darin ist sich die Branche einig. Zwar wird die private Altersvorsorge wichtiger, da die gesetzlichen Renten kaum mehr als eine Grundsicherung liefern werden, aber gleichzeitig hat der Gesetzgeber den Garantiezins bei Lebensversicherungen auf 0,25 Prozent gesenkt. Bisher lag der Höchstrechnungszins bei 0,9 Prozent. Ihn darf kein Versicherer bei der internen Kalkulation der neuen Produkte überschreiten. Das stellt die Branche vor neue Herausforderungen.

 

Qualifizierte Frauen gesucht

Weitere Stichworte, die Versicherer stark beschäftigen, sind die Frauenförderung und die Diversität. Es hat längst ein Run auf die qualifiziertesten Frauen in der Branche eingesetzt. Viel zu lange war das Geschäft eine Männerdomäne. Für viele vielleicht überraschend ist auch die Vielfalt an Berufen, die Versicherer bei sich beschäftigen, um ihre Aufgabenfelder kompetent bedienen zu können. Gesucht werden Aktuare, Risikomanager, Informatiker, Ingenieure, Visual Designer, Back- and Front-End Engineers, Reha- und Gesundheitsmanager, Content und Social Media Manager, Versicherungsjuristen, Produktmanager, Versicherungsmediziner, Data Scientists, Geologen, Portfoliomanager und gar Meteorologen (natürlich m/w/d). Letzterer Beruf deutet klar darauf hin, welche wachsende Rollen Klima und Wetter spielen.

 

Reparieren statt Neukauf als Konzept im Schadenfall

Dazu gehören die Klimaneutralität der Kapitalanlagen, ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und bis 2025 die verbindliche Umsetzung ökologischer (Bürogebäude) und sozialer Kriterien (Diversität) sowie Aspekte guter Unternehmensführung. Versicherer unterstützen ihre Gewerbe- und Industriekunden dabei, nachhaltiger zu werden. Das spiegelt sich auch im eigenen Portfolio wider. Da reihen sich Versicherungen ein, die Sharing-Konzepte unterstützen oder verstärkt auf die Reparatur eines defekten Gegenstands setzen anstelle eines Austauschs. Bis 2025 werden die Unternehmen zunehmend solche Kriterien in die Praxis der Schadenregulierung integrieren.

 

Anlaufpunkt Nummer eins – das „House of Insurance“

Für all das ist ein qualifizierter Nachwuchs in der Region Hannover notwendige Bedingung. Dazu tragen die zentralen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen wie die Sparkassenakademie, die Berufsakademie für Bankwirtschaft, das Bildungswerk der Versicherungswirtschaft und das interdisziplinäre Kompetenzzentrum Versicherungswissenschaften bei. Das Institut für Versicherungsbetriebslehre der Leibniz Universität ist eine gute Adresse. Es gehört zum „House of Insurance“. Wichtig ist dort der Kontakt mit dem Institut für Versicherungsund Finanzmathematik, dem Lehrstuhl für bürgerliches Recht, Versicherungsrecht und internationales Privatrecht sowie insbesondere mit den in Hannover ansässigen Versicherungen. Dadurch entsteht ein reger Austausch interdisziplinärer und praxisorientierter Versicherungsforschung – genau das kann den Standort Hannover auf Dauer festigen.

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