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Weltmarktführer und Innovationstreiber

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Arbeitgebervereinigung Hannover

Spricht man über Hannovers Wirtschaft, so fallen in der Regel die Namen der Großkonzerne, die in der Region ansässig sind. Doch die Unternehmenslandschaft Hannovers ist deutlich größer und vielschichtiger. Es gibt zahlreiche sogenannte „Hidden Champions“ – kleine und mittelständische Unternehmen, die ganze Branchen prägen und mit ihren Produkten Weltmarktführer sind. Und viele, die einen entscheidenden Beitrag zur Forschung und Entwicklung leisten.

In unserer Allgemeinen Arbeitgebervereinigung (AGV) Hannover sind nahezu alle namhaften Unternehmen der Region zu einem starken Verbund zusammengeschlossen. Unser Ziel ist es, durch Austausch und Kooperation Vorteile für die Unternehmen zu schaffen und damit auch den Wirtschaftsstandort Hannover zu stärken. Die nachfolgend genannten, mittelständischen Unternehmen aus unserem Verband stehen beispielhaft für die Innovationskraft und das erfolgreiche Unternehmertum in unserer Region.

Hannoversche Unternehmen, die Branchen prägten

Eines der weltweit berühmtesten Familienunternehmen stammt aus Hannover. Bereits 1889 gründete Hermann Bahlsen seine Keks-Fabrik. Das Gebäck benannte er nach dem hannoverschen Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz. Noch heute sind Leibniz-Kekse in den Regalen von Lebensmittelgeschäften rund um die Welt zu finden. Wenige Jahre später schrieb ein weiteres Familienunternehmen in Hannover Geschichte. 1901 gründeten Lachmann N. Jacob und Fritz Salomon das Hannoversche Wach- und Schließinstitut Jacob & Co. – das erste private Sicherheitsunternehmen Europas. Die Idee hatte Jacob von einer Reise in die USA mitgebracht, wo private Sicherheitsdienstleister schon Jahrzehnte zuvor den Staat bei der Sicherung von Objekten unterstützten. Aus dieser Unternehmung wurde die Niedersächsische Wach- und Schliessgesellschaft Eggeling & Schorling KG (NWSG)/VSU Vereinigte Sicherheitsunternehmen GmbH, die noch heute Standards setzt. Ein jüngeres, aber ebenso prominentes Familienunternehmen ist KIND Hörgeräte GmbH & Co KG. Aus dem 1952 von seinen Eltern gegründeten Hörgeräte-Fachgeschäft in Großburgwedel hat der langjährige Geschäftsführer Martin Kind, der auch stellvertretender Vorsitzender der AGV ist, ein erfolgreiches Filialunternehmen gemacht. Neben mehr als 700 Fachgeschäften in Deutschland ist KIND auch in zahlreichen Ländern wie Armenien, Georgien, Singapur, der Schweiz und den Niederlanden vertreten.

 

Von Hannover aus in die Welt

Heutige Hidden Champions aus unserer Stadt sind meist im Bereich der Industrie und Technologie zu finden. Das Familienunternehmen Wagner Group GmbH aus Langenhagen etwa ist auf die Herstellung von technischen Brandschutzanlagen spezialisiert. Es war das erste Unternehmen, das Stickstoff als natürliches Löschmittel auf den Markt brachte. Seine Anlagen sind mittlerweile unter anderem weltweit im Schienenverkehr im Einsatz. So etwa im Thameslink in London, in der Metro Kuala Lumpur oder der Rhätischen Bahn (Schweiz). Der heutige Geschäftsführer Torsten Wagner ist Vorsitzender der AGV.

Auch HaCon gehört zu den Weltmarktführern im Bereich Schienentechnik. Das Softwareentwicklungsunternehmen aus Hannover entwickelte die erste computerunterstützte Fahrplanauskunft in Deutschland und ist heute unter anderem das Gehirn hinter der App DB-Navigator. Auch für viele andere Länder weltweit stellt HaCon, das seit 2017 eine hundertprozentige Tochter der Siemens AG ist, digitale Routenplanungssysteme zur Verfügung.

 

Innovationen zur Sicherung der Zukunft

Forschung und Entwicklung wird in Hannovers Mittelstand großgeschrieben. Dadurch können sich unsere Unternehmen auch in Zeiten wachsenden Konkurrenzdrucks – vor allem aus Asien – ihre Vormachtstellung in zahlreichen Bereichen sichern. So entwickelt etwa der amerikanische Automobil-Zulieferer Wabco (heute ZF Division Commercial Vehicle Control Systems) seit 1884 am Standort in Hannover elektronische Brems-, Federungs- und Antriebssysteme für Nutzfahrzeuge. Seit 2018 ist das Technologie-Zentrum in Betrieb, in dem mehr als 420 Mitarbeiter an Innovationen für den Automobilbereich forschen.

Eines der weltweit wichtigsten Forschungszentren für Kautschuk und Kunststoff hat seinen Sitz in Hannover. Im Deutschen Kautschuk- Institut (DIK) e. V. verbinden die Forscher naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Disziplinen im Bereich Kautschuk und polymere Werkstoffe. Dieses Konzept ist weltweit einmalig. Zudem steht beim DIK die Anwendungsbezogenheit im Mittelpunkt. Das Institut arbeitet nicht nur mit Unternehmen aus aller Welt zusammen, um seine Entwicklungen in der Praxis zu testen, Firmen können das DIK auch konkret beauftragen, etwa um neue Produkte prüfen zu lassen. Ähnlich ist das Laser Zentrum Hannover e. V. konzipiert. Hier forschen Spezialisten im Bereich Photonik und Lasertechnologie an der Verbesserung und Weiterentwicklung von Lasertechnologie und erschließen neue Anwendungsfelder. Auch das Laser Zentrum arbeitet eng mit Unternehmen aus der ganzen Welt zusammen.

 

Vorbild bei der Nachwuchsgewinnung

Der Fachkräftemangel ist eine der größten Bedrohungen für den Wohlstand in unserem Land und in unserer Region. Schon jetzt fehlen bundesweit 350.000 Fachkräfte – Tendenz steigend. In den sogenannten MINT-Bereichen ist die Lücke mit rund 125.000 nicht besetzbaren Stellen am größten. 2007 starteten wir in Hannover erstmals die IdeenExpo, die junge Menschen für Berufe in den Naturwissenschaften und Technik gewinnen soll. Heute ist das von der IdeenExpo GmbH organisierte Event europaweit bekannt und wichtiger denn je. Sowohl für unsere Wirtschaft als auch für die junge Generation. Das zeigen die Zahlen der jüngsten Veranstaltung. Mehr als 280 Aussteller, vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern, waren im Juli 2022 auf dem Messegelände in Hannover vertreten. Und die IdeenExpo GmbH konnte einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Mehr als 425.000 Jugendliche tauchten neun Tage lang in die vielfältige Welt von Naturwissenschaften und Technik ein. Damit hat es die IdeenExpo 2022 zur neuen Nummer eins der besucherstärksten Veranstaltungen am Messestandort Hannover gebracht.

 

Image als massives Problem für den Wirtschaftsstandort

All diese Beispiele zeigen, dass Hannover seit vielen Jahrzehnten eine innovative, starke und zukunftsgerichtete Wirtschaft besitzt. Doch diese ist zunehmend bedroht. Grund dafür ist das angeschlagene Image der Stadt. In unserer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach wurden Ende 2021 im Auftrag der Drei-Quellen- Mediengruppe rund 1.500 Bundesbürger zu Hannover befragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd. Nur neun Prozent der Befragten finden, ein Besuch in Niedersachsens Landeshauptstadt lohne sich. Weniger attraktiv als Hannover gilt nur noch Saarbrücken. Es zeigt, dass Hannover als Stadt der Weltausstellung 2000 die Chancen offenbar nicht genutzt hat. Nicht minder enttäuschend: Nur 38 Prozent der Niedersachsen sehen in ihrer Landeshauptstadt eine attraktive Stadt. Damit bleibt Hannover extrem hinter den Werten zurück, die andere Landeshauptstädte in ihren Bundesländern erzielen.

Solche Werte stellen nicht nur für den Tourismus eine Bürde dar, sie sind im Hinblick auf den Wettbewerb um Fachkräfte und Zukunftstechnologien folgenschwer. Schon jetzt haben viele unserer Firmen große Probleme, gute Fachkräfte nach Hannover zu locken. Durch den sich weiter zuspitzenden Fachkräftemangel wird das in Zukunft nochmal deutlich schwerer werden. Denn junge Menschen, die sich ihren Arbeitgeber aussuchen können, achten viel stärker auf das Umfeld. Die junge „Generation Z“ will Arbeit und Leben bestmöglich in Einklang bringen, und dazu gehört auch eine Stadt, die ihnen attraktive Angebote macht. Bleiben die Fachkräfte weg, verliert der Standort aber auch an Attraktivität für Unternehmen. Die Folge: Firmen gehen weg oder siedeln sich erst gar nicht an.

Deshalb kommt es jetzt mehr denn je darauf an, den Blick über Hannovers Stadtgrenzen hinaus zu wagen und sich von anderen Städten inspirieren zu lassen. Noch kann Hannover auf eine starke und gesunde Wirtschaft blicken. Doch wenn die Verantwortlichen nicht massiv am Image der Stadt arbeiten, ist die Gefahr groß, dass der Standort nachhaltig und dauerhaft Schaden nimmt.

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