
Neuer Wohnraum – nachhaltig und bezahlbar
06. Mai 2024Von der Leinemasch bis zum Kronsberg: In Hannover entsteht Wohnraum in Einklang mit moderner Stadtplanung.
Wie sieht die Stadt aus, in der wir leben wollen? Sie sollte urban sein, aber grün. Die Mieten bezahlbar. Und das kulturelle Angebot vielfältig. Als die Stadt Hannover vor Jahren einen Innenstadtdialog anregte, kam genau das dabei heraus: Die Stadt sollte ein lebenswerter, kulturell und städtebaulich bunter Ort sein, der gut erreichbar ist und in dem sich die Menschen problemlos bewegen können. Diesem Ziel ist Hannover offensichtlich nahe: Laut einer ZDF-Umfrage (Juni 2023), in welchen deutschen Städten die Menschen am glücklichsten sind, belegt Hannover einen 5. Platz. Hinter Hamburg, Frankfurt, München und Berlin. Aber noch vor Düsseldorf, Köln, Stuttgart oder Bremen.

Innenstadtkonzept
Um diese Zufriedenheit noch zu steigern arbeitet Hannover gezielt an Maßnahmen, den Stadtraum attraktiver zu gestalten. Das Motto: Mehr Grün, weniger Autos, mehr Aufenthaltsqualität. Im Zuge dieser Entwicklung sind bisher Projekte wie die „Leine-Welle“ am hohen Ufer oder die Begrünung des Marstalls verwirklicht worden. Velorouten in die zukünftig autofreie Innenstadt, begrünte Dachterrassen, sogenannte „roof tops“, etwa auf Dächern von Parkhäusern, als auch eine Verkürzung des Stadtringes zugunsten von mehr Grünflächen sind in der Planung.
Bezahlbarer Wohnraum
Die drängendste Frage aber ist die nach erschwinglichem Wohnraum. Wohnraum, der aber auch den Anforderungen des Klimawandels mit neuen Energiekonzepten gerecht wird. Dieser Wohnraum entsteht an den Achsen der Stadt, betrieben von Akteuren wie hanova, ZVK, Ostland und HRK. Wer wachen Blicks durch die Stadt geht bzw. fährt (vorzugsweise mit dem Fahrrad), kommt an den vielen neu entstanden Quartieren nicht vorbei: ob auf dem Kronsberg, am hohen Ufer, der Seelhorst, im Heideviertel, am Klagesmarkt, den Krausenhöfen in der Südstadt oder den Ohe-Höfe an der Leine.
Hoch hinaus
Am nachhaltigsten wird diese Idee im entstehen-den Stadtteil Kronsrode-Mitte umgesetzt. Auch das kommunale Wohnungsbauunternehmen hanova ist dort im Verbund mit der geballten hannoverschen Wohnungswirtschaft aktiv. In Niedersachsens größtem Neubaugebiet entstehen auf drei definierten Baufeldern rund 300 Wohnungen, eine Kindertagesstätte sowie einige Gewerbeeinheiten. Rund ein Viertel der Wohnungen wird öffentlich gefördert, um günstigen Wohnraum anbieten zu können. Die weiteren hannoverschen Akteure sind Delta Bau AG, Gundlach, KSG Hannover, meravis sowie der Spar- und Bauverein.
Ökologisch bauen
Kronsrode-Mitte steht dabei in einer Reihe von Projekten, die ökologisch vorbildlich und von der Stadt gefördert am Kronsberg in Bemerode entstanden sind. Bereits zu Beginn der 1990er Jahre hat Hannover Maßnahmen zum Ökologischen Bauen und zum Klimaschutz verwirklicht. Die Realisierung des EXPO-Stadtteils Kronsberg unter Einbeziehung der nachhaltigen Stadtplanung stand am Anfang dieser Entwicklung. Der sparsame Einsatz von Ressourcen, zum Beispiel in den Bereichen Baumaterialien, Energie, Wasser und Boden leistete einen Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung einer lebenswerten Umwelt. Im Vorfeld der Planungen wurden die Experten-Werkstätten „Ökologisches Planen und Bauen“ sowie „Gesundes und soziales Wohnen“ gegründet. Die Ergebnisse dieser Werkstätten flossen in die Planung und Verwirklichung des neuen Stadtteils ein. Die guten Erfahrungen am Kronsberg haben dazu geführt, die dort erprobten Standards auf das gesamte Stadtgebiet zu übertragen.
Am Wasser gebaut
Das neben Kronsrode-Mitte spannendste Bauprojekt Hannovers liegt am Wasser: die Wasserstadt Limmer. 1800 Wohnungen werden hier in den nächsten Jahren entstehen, umrahmt von der idyllischen Kanalflusslandschaft der Halbinsel. Das ehemaligen Conti-Gelände mit dem renovierten Conti-Turm als weit sichtbaren Fixpunkt, soll in drei Bauphasen bis 2029 erschlossen werden. Von Reihenhäusern zur Miete bis zu exklusiven Eigentumswohnungen mit Wasserblick reicht das Angebot, das in diesem Quartier in den nächsten Jahren angedacht ist. Zusätzlich soll die Infrastruktur mit gewerblichen Nutzern und Anschluss an den Nahverkehr optimiert werden.
Wohnungsbaugenossenschaften
Günstige Angebote bieten die in Hannover vielfältig vertretenen Baugenossenschaften. Eine Übersicht ermöglicht der Verein Wohnungsbaugenossenschaften Hannover und Region – ein Zusammenschluss von 13 Anbietern von Mietwohnungen.
Mit rund 2500 Wohnungen leistet die Zusatzversorgungskasse der Stadt Hannover (ZVK) als kommunales Wohnungsbauunternehmen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum. Zuletzt hat die ZVK in Mittelfeld und Kleefeld neue Gebäudekomplexe errichtet.
Angebote für Studierende
Guten und preiswerten Wohnraum bieten sowohl die 19 Wohnheime des Studentenwerks als auch die anderen studentischen Wohnheime Hannovers;
meist in Uni-Nähe. Fast alle Zimmer sind möbliert und viele verfügen über einen preiswerten Hochleistungs Internetzugang. Die monatliche Miete für
ein Wohnheimzimmer im Studentenwerk liegt in den meisten Fällen zwischen 200-400 Euro.
Infos
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ZVK Hannover